Dein Thema des Tages
00:00:00: Februar ist Black History Month.
00:00:01: Auch hier in Deutschland, dabei geht es darum die Geschichten und Leistungen schwarzer Personen in den Vordergrund zurück.
00:00:07: Denn über einen langen Zeitraum sind ihre Geschichten untergegangen – und wurden nicht richtig aufgearbeitet!
00:00:12: Jetzt zum Ende vom Februar hat sich mein Kollege Benjamin nochmal genauer mit den Themen beschäftigt….
00:00:17: Hallo Benjamin!
00:00:18: Hallo Jana!
00:00:19: Du hast dir also den Hintergrund von Schwarzen Menschen in Deutschland zurzeit des Nationalsozialismus genauer angeschaut?
00:00:25: Ja, genau.
00:00:25: Ich hatte das Gefühl, dass zu den Umständen schwarzer Menschen in diesem Zeit einfach nicht wirklich viel bekannt ist und in Deutschland oft vergessen wird.
00:00:32: Es gab ja auch schon lange vor dem Zweiten Weltkrieg viele Personen mit afrikanischen Hintergrund in Deutschland.
00:00:36: aber besonders nachdem das Kaiser reich seine Kolonien im heutigen Namibia, Tanzania, Rwanda, Burundi Kamerun und Togo etabliert hat waren immer mehr Schwarze Menschen präsent.
00:00:46: Das sehen wir euch heute bei M-Vierneutzig Fünf To Go
00:00:48: mehr!
00:01:06: Viele Menschen verbinden den Beginn der Migrationsgeschichte in Deutschland auch erst mit der Gastarbeiter-Migration ab den neunzehnten Hundertfünfzigerjahren.
00:01:13: Aber auch davor gab es zum Beispiel im Binnenland und weit darüber hinaus Migration unter anderem von gesamten Bevölkerungsgruppen.
00:01:20: Und darunter fallen dann eben auch schwarzen Menschen, um mich da ein bisschen weiter zu informieren habe ich unter andem mit Susanne Leverins geredet.
00:01:26: sie arbeitet bei der KZ Gedenkstätte Neuen Gamme.
00:01:29: Dort leitet sie die Abteilung Bildung und Studienzentrum, hat dazu aber auch zu der Verpflichtungsgeschichte von Kolonialismus und Nationalsozialismus geforscht.
00:01:37: Sie hat mir mehr über die Migrationswege schwarzer Menschen nach Deutschland erzählt!
00:01:41: Also, wenn man sich jetzt Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts anschaut, woher Schwarze Menschen in Deutschland kamen.
00:01:46: War das vor allem Menschen aus kolonialen Regionen in Afrika?
00:01:50: Aber auch aus den USA.
00:01:52: also auch Afroamerikaner und Afro-Amerikanerin hat es nach Deutschland verschlagen zu allen den Zwanzigerjahren nach dem Ersten Weltkrieg Und teilweise auch aus anderen Regionen die in irgendeiner Form eine schwarze Bevölkerung hatten.
00:02:03: Auch in Südamerika gab's eine schwarte Bevölkerung vorher durch den transatlantischen Sklavungshandel und auch aus diesen Regionen sind weil Menschen nach Deutschland eingewandert.
00:02:13: Viele von ihnen kamen zum Arbeiten nach Deutschland oder auch als Diplomatin, KünstlerInnen.
00:02:19: aber schon damals hatte strenge Auflagen gegen ihre Einwanderung gegeben.
00:02:22: Der deutsche Staat wollte das Wachstum einer schwarzen Bevölkerungsgruppe einschränken und die Anzahl Schwarzer Menschen möglichst klein halten.
00:02:28: Die Kolonialmigrantinnen wurden ebenfalls als sogenannte koloniale Subjekte gesehen.
00:02:33: Deswegen wurde ihnen nicht die deutsche Bürgerschaft gegeben und sie waren relativ mobil.
00:02:38: Viele von ihnen sind nach einer Ausbildung oder ein Studium direkt wieder in ihr Heimatland zurückgegangen.
00:02:43: Aber natürlich gab es schon damals Fälle, in denen Migrantinnen mit afrikanischen Hintergrund eine dauerhafte Anstellung gefunden haben oder auch Familien in Deutschland gegründet haben.
00:02:50: Nach dem Ausbruch und der Niederlage im Ersten Weltkrieg wurde die Rückreise in den ehemaligen deutschen Kolonialgebieten schwieriger Erst durch den ersten Weltkrig und den generellen Reiseinschreckungen während den Kämpfen dann weil sie wieder die deutsche Staatsbürgerschaft hatten noch ihre Heimatsländer.
00:03:05: Damit waren dann die meisten der schwarzen Einwandererinnen aus den Kolonien also faktisch startenlos.
00:03:10: Dadurch verliert man auch einen Schutzfaktor und kann zum Beispiel keine Reisedokumente mehr erhalten, um in sein Heimatland zurückzukehren.
00:03:17: Die meisten von ihnen saßen also in Deutschland fest – wie war das für sie?
00:03:21: Natürlich hat es zu dieser Zeit schon alltäglich ein Rassismus gegeben aber die Lebenssituation der Schwarzen Menschen in Deutschland war eben oft sehr verkehr, genau wegen den Gründen, die du gerade genannt hast!
00:03:31: Und gerade in den Zeiten der Weimar-Publik als Deutschland von Wirtschaftskrisen gebeutelt war, hieß das für diese Menschen.
00:03:37: Dass sie zum Beispiel auch keine staatliche Hilfe in Anspruch nehmen konnten im Fall von Arbeitslosigkeit oder ähnlichen mehr.
00:03:45: Das war eine komplizierte Situation.
00:03:46: Gleichzeitig war es auch eine komplazierte Situation für die Menschen vor allem in diesen Fällen Männer mit deutschen weißen Frauen zerheiratet waren weil die dann in ihren Wirkungsländern an der Macht befindlichen Kolonialmächten wie z. B., Frankreichs über Großbritannien, die wollten keine schwarzen Männer mit weißen Ehefrauen in ihre Konditionalgebieten haben.
00:04:06: Das waren rassistische Systeme, in denen diese Art von Familie nicht vorgesehen
00:04:11: war.".
00:04:12: Neben dieser Entwicklung gab es parallel noch die Besetzung vom Rheinland von Frankreich, der eine Rolle für die Schwarze Demografie in Deutschland gespielt hat.
00:04:19: Maximilian Lütgens kann dazu mehr erzählen.
00:04:21: Er ist Mitarbeiter der Bildungsabteilung in der KZ-Gedenkstadt Dachau und hat auch zu dem Thema nachgeforscht.
00:04:27: Etwa dreißig Prozent der französischen Soldaten hatte afrikanische Hintergrund.
00:04:31: Die Franzosen haben gezielt Menschen auch aus den Kolonien angeworben, teilweise auch zwangsweise dazu verpflichtet wird die Armee zu dienen.
00:04:38: und ja es gab Besatzungssoldaten insbesondere im Rheinland mit afrikarischem Hintergrund.
00:04:42: diese Soldaten haben teilweise Beziehungen eingegangen zu deutschen Frauen.
00:04:45: daraus sind etwa sechs oder bis achthundert Kinder hervorgegangen aus diesem Beziehung und das heißt es hat in der Rheime Republik dann um die tausend Kinder gegeben die zur Welt kamen mit Afrikanischem hintergrund.
00:04:56: Die Besatzung des Rheinlandes wurde in Deutschland generell als eine große Schande gesehen und wurde Ziel von rassistischer Progpaganda.
00:05:03: Den Kolonialsoldaten wurden vorgeworfen, massenweise deutsche Frauen zu vergewaltigen – die Geschichten darüber lassen sich aber gar nicht bestätigen.
00:05:09: Ihre Kinder waren dann Opfer von Anfeindungen und Rassismus, galten aber nicht als totale Außenseiter und haben durch ihre deutschen Mütter die Staatsbürgerschaft erhalten.
00:05:23: Die NSDAP verfolgte ja von Anfang an rassenpolitische Ziele.
00:05:27: Ja, total!
00:05:28: Obwohl die rassengeleitete Politik der Nazis in erster Linie auf jüdische Menschen bezogen war, war schnell klar dass auch schwarze Menschen genauso wie Roman Cinti zum Beispiel für der unerwünschten Gruppe in Deutschland gehörten.
00:05:38: Die NSDRP institutionalisierte ihre Überzeugungen und Vorstellungen dann auch schnell.
00:05:43: Zuerst sucht das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamten-Tums aus dem Jahr nineteen dreieinunddreißig, welches darauf abziehte sogenannte Nichtarier aus dem Beamtendienst auszuschließen.
00:05:53: Afrodeutsche waren zu diesem Zeitpunkt zwar im Großteil noch nicht wirklich davon betroffen.
00:05:56: viele der schwarzen Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft waren zu dem Zeitpunkt ja noch für jungen um mit der Arbeit anzufangen.
00:06:02: aber die Nazis stellten schon mal die zukünften Rahmenbedingungen klar.
00:06:05: Mit den Nürnberger Rassengesetzen, und ein Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes unter deutschen Ehre steigerte sich das Ganze nochmal.
00:06:13: Das verboten hatte, dass schwarze Menschen eine Beziehung zu deutschen Menschen eingehen.
00:06:18: Kinderzeugen oder auch Heiraten und nach den Nürburgrassen gesetzend waren.
00:06:21: Juden sind China Roma und eben auch Schwarze nicht mehr gleichwertige Deutsche.
00:06:25: Das heißt wir wurden im Prinzip sagen die Staatsbürgerschaft entzogen.
00:06:29: sie waren keine gleichmäßigen Deutschen mehr.
00:06:30: das hat folgenschwere Auswirkungen sei es einem Beruf zu finden sei es eine Ehe einzugehen Kinder zu zeugen und dann später auch zur Schule zu gehen.
00:06:38: hinzu kommt natürlich auch noch der steigende Rassismus durch natürlich gefördert gegenüber schwarzen Menschen.
00:06:45: Diese Politik hatte dann auf die verschiedenen Bevölkerungsgruppen auch unterschiedliche Auswirkungen, die afrikanischen Kolonialmigrantinnen befand sich zum Beispiel in einer ambivalenten Situation.
00:06:54: Das Besondere am NS-Regime war für eine bestimmte Gruppe von schwarzen Menschen, und zwar solche die aus dem ehemaligen deutschen Kolonien kamen.
00:07:01: Dass es eine widersprüchliche Politik des NS Regimes gab was diese Leute betraf.
00:07:06: Das liegt daran dass es zwei verschiedene sozusagen in einem Spannungsverhältnis zueinander stehende Interessen gab.
00:07:12: einmal das rassenpolitische Interesse Schwarze Menschen grundsätzlich auszuschließen zu diskriminieren und dafür zu sorgen dass sie nicht Teil der Deutschen Gesellschaft waren.
00:07:21: auf der anderen Seite wollte auch wie auch schon Teile der Politik in der Weimarer Republik die ehemaligen deutschen Kolonien zurückgewinnen.
00:07:29: Und so diesen Hintergrund gab es ein gewisses Interesse an der kleinen Minderheit der Menschen aus den ehemaldigen deutschen Kolonien, denn man gesüchtete vor allem einen auswertigen Amt dass wenn man diese Menschen rassistisch diskriminieren würde das dann die Chance, diese ehemaligen Kolonien zurückzugewinnen, geringer würden.
00:07:46: Und zwar waren die Kolonier damals in der Hand der Kolonialmächte Großbritannien und Frankreichs und man befürchtete naja wenn wir diese Menschen schlecht behandeln dann würde die britische und französische Presse zum Beispiel oder auch die Politik sagen naja also vor dem Hintergrund können wir jetzt die Kolonalgebiete ja nicht an die Deutschen zurückgeben.
00:08:03: Die immerwachsende feindliche Haltung ging über sogenannten nichtarischen Bevölkerungsgruppen wuchs aber immer weiter an.
00:08:09: Und obwohl nach außen versucht wurde zu vermitteln, dass man ein guter Kolonial her sein kann, bedeutete das noch lange nicht, dass schwarze Menschen dort schon auf irgendeine Art und Weise sicher waren.
00:08:19: Schwarz-Menschen die vor allem linkspolitisch aktiv fahren und antikoloniale Ziele verfolgten kamen schon in den Fizier der Nazis.
00:08:26: Ein Beispiel dazu wäre Helarius Gilgis.
00:08:29: Ein kommunistischer Kabarettist, der schon im selben Jahr der Machtergreifung brutal auf der Straße ermordet wurde.
00:08:35: Und was passierte da mit den Kindern aus dem Rheinland?
00:08:37: Die hatten jetzt zumindest die deutsche Staatsbürgerschaft.
00:08:40: Auch die erlittende Zeit, ein schwerer Schicksal.
00:08:42: Neben den institutionalisierten und geduldeten Rassismus der Nazis kam es auch zu Zangssterilisation unter ihnen.
00:08:48: In�zten-Siebunddreißig gab es eine geheime Kampagne dazu weil man sich da auch bei der schlechten Presse schützen wollte.
00:08:54: Heute weiß man von mindestens vierhundert Kindern, die zangsterilisiert wurden obwohl die Dunkelziffer viel höher sein kann.
00:09:00: Mit dem Kriegsbeginn neunzehnhundertneinunddreißig haben sich die Verhältnisse dann wahrscheinlich noch mal geändert, oder?
00:09:06: Ja genau.
00:09:06: In den vierziger Jahren änderte sich die Situation wieder.
00:09:09: Vor dem Angriff auf Frankreich-Betrieb Hitlers Regierung massive rassistische Propagandakampagnen und verschäft ihre Politik – das vor allem auch vor der Hintergrund dass sie Nazis wussten, dass Frankreich wie im Ersten Weltkrieg schon auf Kolonialsoldaten zurückgreifen wird.
00:09:22: Deswegen hat man sie beschuldigt, dass sie Kriegsgefangene umbringen oder verstümmeln würden.
00:09:26: Das hatte dann direkte Auswirkungen auf das Alltagsleben schwarzer Menschen in Deutschland.
00:09:30: Dabei gab es nur wenige, die sich vor rassistischen Anschuldigen schützen konnten und viele von ihnen wurden auch im Konzentrationslager gebracht oder mussten Zwangsarbeit leisten.
00:09:39: Die Menschen, die Schwarzmenschen, die diese Zeit überleben schaffen das meistens nur... weil sie bestimmte Wurfe ausüben, die sozusagen von Nutzen sind.
00:09:47: Also es gibt zum Beispiel die deutsche Afrikaschau, die vom Togo lesen quasi brus- und unterführenreißig ins Leben gerufen wurde wo schwarze Darsteller angestellt sind.
00:09:56: das heißt die Menschen haben dort Arbeit und können sozusagen bis nach das Pfirsichwo, wo das NS-Regime diese Völkerschau verbietet davon leben und ein Stück was sicher sein.
00:10:03: später gibt's dann auch die Möglichkeit in Filmen mitzuwirken, die aber eher rassistische Stereotypen bedienen.
00:10:09: Ein konkretes Beispiel für einen Kolonialbegränden der in Deutschland lebte und leider nicht überlebt hat, ist bei Jume Mohamed Hussen.
00:10:15: Sein Vater war Kolonialsoldat und auch er selbst hatte als Kindersoldat im Ersten Weltkrieg auf deutscher Seite gekämpft.
00:10:21: In den zwanziger Jahren ist er danach Deutschland gekommen weil ihm sein Sollt nicht ausgezahlt wurde, weil Deutschland die Kolonien schließlich an die Alliierten verloren hat Und
00:10:29: hat sich dann entschieden, in Deutschland zu bleiben und beheiratet.
00:10:31: Tatsächlich Anfang den Dreißig meiste deutscher Frau hat auch Duna geknickt.
00:10:36: Der hat während der NS-Zeit mehrfach versucht einen Ehrenkreuz als ein Ordens für seinen Fronteinsatz im ersten Weltkrieg zu bekommen weil er sich ja hofft hat damit seine Lebensbedingungen zu verbessern.
00:10:46: also mit seinem Argument er kommt aus einer ehemaligen deutschen Kolonie.
00:10:50: Er hat auf deutscher Seite gekämpft.
00:10:51: das ist eben immer wieder... abgeschlagen wurden.
00:10:54: Tatsächlich hat das NS-Regime seinen Teil zum Andersen genommen, um prinzipiell festzulegen dass nicht weiße Menschen diesen Weltkriegsorten nicht bekommen können.
00:11:03: also ganz klar eine rassistische Grenzsetzung.
00:11:06: und trotzdem hat bei Jürgen Mohrnet Hussen immer wieder auf finanzielle Unterstützung bekommen vom Auswärtigen Amt.
00:11:11: und dann gibt es aber eine wesentliches Veränderung im Zerlauf des zweiten Weltkrigs.
00:11:17: da haben sich seine Lebensbedingungen die auch vor dem Zweiten Weltklee schon zunehmend prekär waren nochmal deutlich verschlechtert.
00:11:23: Und zwar im Zusammenhang mit einer massiven rassistischen Propagandakampagne, die Nazis gestartet haben, dass er zu einem verstärkten Rassismus innerhalb Deutschlands gegenüber schwarzen Menschen noch mal geführt hat.
00:11:35: und nach dieser Zeit gab es einen Vorwurf gegen Huesen.
00:11:38: Er hätte eine Beziehung zu einer reißen Frau, einer außerählichen Beziehungen geführt und er wurde dann unter dem Vorwurf der Rassenschande ins KZ Sachsenhausen gebracht und dort ist er dann aus den Neunzeiten vierzig Jahren ums Leben gekommen.
00:11:51: Das heißt, in seinem Fall hat ihm dann sein Status als Mensch aus einer ehemaligen deutschen Krionie und als ehemalliger Krionianseultat missgewettet.
00:12:00: Ein anderes Beispiel für einst der Kinder mit afrikanischen Hintergrund aus dem Rheinland ist Heinz Kerz.
00:12:05: Er ist neunzehntzig geboren und hat seinen Vater nie kennengelernt.
00:12:08: Hat aber vermutet das aus den Senegal kommt.
00:12:10: Zunächst wächst er ganz gut auf.
00:12:12: Er hat Freundinnen, ist sehr gut im Fußball und deshalb in seinen Ort relativ beliebt.
00:12:16: Er fährt aber auch Rassismus.
00:12:17: Allerdings kann er seine Jugend noch ausleben.
00:12:19: In den dreißiger Jahren ändert sich das dann... Erst wird der, aus seinem Fußballverein ausgeschlossen.
00:12:25: Weil der Gauleiter beschließt, dass keine schwarzen Personen mehr in den Vereinen spielen sollen.
00:12:29: und dann kam das Jahr, die ist ein von den Kindern gewesen, durch die Kampagne zwangsterilisiert wurde.
00:12:35: Unter den Opfern war auch sein Freund Alfred Fahre, der aus ähnlichen Verhältnissen stammte.
00:12:39: Nach der
00:12:39: Stereobilisation kann Heinz Kehrts zurückkehren in die Gegend, wo er herkommt.
00:12:44: Dort auch einen Beruf aufnehmen und zunächst mal eine Gesellschaft zurückkehern was natürlich grundsätzlich schwierig wird.
00:12:49: Er darf ja eigentlich gar nicht arbeiten also es wird schwer für ihn überhaupt Geld zu verdienen.
00:12:53: Und dann aus der dreiundvierzig ändert sich das Leben nochmals auf dramatische Weise denn er wird am vierzehnten Mai zusammen mit seinem Freund Alfred Fahr nach Dachau gebracht.
00:13:03: man weiß nicht genau was der Grund ist.
00:13:04: Es wird ein Grund vorgeschoben dass sie illegal dort mit Lastkraftwagen Hätten und so weiter.
00:13:10: Es wird ihn angelastet, was vermutlich gar nicht stimmt.
00:13:13: Der Grund ist, dass man sie weghaben will aus dem Ort.
00:13:15: Das wird vermutlich eine Aktion gewesen, die der Bürgermeister angeordnet hat.
00:13:19: Und Hans Kehrt und Lafel Verland dann eben im Mai, in Dachau.
00:13:23: Beide leisten bis zu ihrer Befreiung im KZ Schwerstarbeit.
00:13:28: Heinz Kerz kehrt danach wieder in seinen Heimatort zurück, wo er letztendlich auch Fußballtrainer wird und heiratet.
00:13:33: Kinder kann dadurch die Zangsterilisation aber keine bekommen und auch die Zangsarbeiten Kassett Dachau haben Nachwirkungen.
00:13:39: Er stirbt schon in den Achtzigerjahren durch ein Herzinfarkt.
00:13:41: Er muss doch lange dafür kämpfen als verfolgter Anerkann zu werden und irgendeine Form von Entschädigung zu
00:13:46: bekommen.".
00:13:47: Solche Aufarbeitungen sind in der Regel relativ schwierig.
00:13:49: Deswegen sind auch wenig gut dokumentierte Fälle bekannt.
00:13:53: Ein Grund ist sicherlich auch, dass insgesamt gesehen die Zahl Schwarz-Ein-S verfolgter.
00:13:59: vergleichsweise klein ist, weil auch diese Minderheit damals sehr klein war.
00:14:03: Tatsächlich hat eine Aufarbeitung erst in den Achtzigerjahren begonnen und zwar angestoßen von einer Gruppe junger schwarze Aktivistinnen und Studierender die Interviews geführt haben mit Schwarzen Überlebenden der NS-Zeit.
00:14:19: langsam eine Aufarbeitung der Geschichte ins Rollen gekommen.
00:14:23: Aber bis heute würde ich sagen, dass in der deutschen Öffentlichkeit das Thema immer noch weitgehend unbekannt
00:14:29: ist.".
00:14:30: Die Aufklärungsarbeit bleibt dabei auch weiterhin schwierig – auch weil die Datenlage dazu nicht besonders klar ist und mehr spät mit der Arbeit angefangen wurde.
00:14:37: In Deutschland hat die Politik ja auch lange versucht, das Thema zu verdrängen!
00:14:41: Erst Jahre später hat man mit der Aufarbeitungen angefangen... Die ersten KZ Gedenkstätten gab es dann auch erst nach Jahrzehnten, wie in Dachau.
00:14:50: Genau und die sind dann meistens auf Druck hin von vor allem westeuropäischen politischen Gruppen entstanden.
00:14:56: Das hat den Fokus der Aufarbeitung für eine lange Zeit festgelegt.
00:14:59: Erst mit der Zeit wird dann immer mehr auf andere marginalisierte Gruppen eingegangen.
00:15:04: Ein Problem bei der Nachforschung ist dann auch an den wenigen Angaben abzulesen ob eine Person einen afrikanischen Hintergrund hatte.
00:15:12: Ob wurde nur die Staatsangehörigkeit angegeben, welche zu dieser Zeit allerdings oft nur auf die Kolonialmächte zurückwirte.
00:15:18: Was noch in Zukunft ist, dass wenn ich in allen Fällen wissen wurden die Menschen nach Dachau gebracht weil sie im Widerstand waren?
00:15:24: Weil sie vielleicht homosexuell waren oder ... Aus anderen Gründen oder wurden sie nach Dacher gebracht, weil sie gezielt rassistisch verfolgt wurden.
00:15:31: Das kann man natürlich aus den Dokumenten jetzt in der Regel nicht herauslesen nur teilweise also wenn man musste halt schon mehr Informationen haben.
00:15:37: Also es ist nicht ganz einfach das herauszuführen.
00:15:38: deswegen sind diese Zahlen von denen wir etwa ausgehen die sind natürlich nicht richtig oder nicht aktuell.
00:15:43: immer wieder wird man auf neue Leute stoßen und ja die Forschung geht weiter
00:15:48: Auch Zeit zeigen können mittlerweile keine Hilfe mehr leisten.
00:15:51: Die letzten noch lebenden Personen aus den Konzentrationslagern sind sehr jung gewesen zu dieser Zeit und befanden sich dazu in einem kritischen Zustand.
00:15:59: Ja, und wegen der schlechten Datenlage macht das das Ganze nochmal schwieriger?
00:16:03: Das drückt dann alles dazu bei warum in der Öffentlichkeit die Geschichte der schwarzen Menschen in Deutschland während der NS-Zeit nicht wirklich viel bekannt ist Und auch sie waren neben anderen marginalisierten Gruppen Opfer des NS Regimes.
00:16:15: Genau Falls ihr vielleicht auch persönliche Einblicke bekommen wollt, empfehle ich euch die Autobiografie von Theodor Wonyamichael Deutschsein und Schwarzer zu.
00:16:22: Erinnerung eines Afro-Deutschen.
00:16:24: Danke Benjamin für deine Einblickel!
00:16:26: Danke Jono
00:16:46: M.A.M